19. Oktober 2017

Erektile Dysfunktion – wenn er schlaff bleibt

erektile Dysfunktion - Potenzstörung
Potenzprobleme? | depositphoto 101609604 (c) vchalup2 (Vitalij Chalupník)

Fast 20% der deutschen Männer haben Potenzprobleme – so schreiben es zumindest einige Fachseiten im Internet. Wir wollen darum das Problem mit der Potenz einmal näher beleuchten.

Erektile Dysfunktion (ED)

Eine erektile Dysfunktion ist eine Potenzstörung. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass der Mann keine Erektion bekommen kann, bzw. eine Erektion für den Geschlechtsverkehr nicht oder nicht ausreichend lange aufrechterhalten kann. Der Penis wird schnell wieder schlaff oder bleibt es gleich von vornherein.

Wichtig zu wissen ist: klappt es „mal“ nicht mit dem besten Stück, so ist das noch lange kein Problem. Das hat fast jeder Mann in seinem Leben schon erlebt. Sei es durch Stress, Alkohol oder einfach, weil er keine Lust hat.

Erst wenn dieses Problem häufiger auftritt (Ärzte sprechen von einem Zeitraum von 3-6 Monaten) sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen und die gesundheitlichen Probleme, die dahinter stehen, abklären lassen.

Wer ist von einer solchen Dysfunktion betroffen?

Grundsätzlich trifft dieses Problem jede Altersschicht. Allerdings nicht gleichmäßig verteilt, sondern es gilt: junge Menschen sind meist seltener betroffen. Mit dem Alter steigt die Zahl der Betroffenen dann deutlich an. Zwischen dem 40. und 49. Lebensjahr ist laut einer Studie der Universität Köln aus dem Jahr 2000 nur jeder 10. betroffen. Zwischen dem 60. und 69. Lebensjahr treffen die Potenzprobleme dann schon ungefähr jeden dritten Mann.

Ursachen einer erektilen Dysfunktion

Grundsätzlich gibt es zwei Gründe, warum der Penis plötzlich nicht mehr steif wird.

Auf der einen Seite stehen dann die gesundheitlichen Ursachen, wie zum Beispiel eine schlechte Durchblutung, die vor allem bei älteren Patienten auftritt (Stichwort Arteriosklerose). Es gibt aber auch noch weitere medizinische Gründe für eine Potenzstörung, wie zum Beispiel ein Testosteronmangel.

Auf der anderen Seite der Ursachen einer erektilen Dysfunktion stehen psychische Probleme (Stress, Überarbeitung, Burn-Out, Unlust, Versagungsängste, usw.).

Nicht selten treten auch beide Ursachen gleichzeitig auf und begünstigen so das Problem. Häufig wird zum Beispiel aufgrund von Stress im Beruf reichlich Alkohol getrunken, was beides natürlich eine Erektion erschwert. Oft reicht dann schon eine einmalige Erektionsstörung oder ein einmaliger verfrühter Samenerguss, um die Ängste, im Bett zu versagen, dermaßen zu schüren, dass die nächste Zeit gar nichts mehr geht.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass junge Männer eher Potenzprobleme durch psychische Probleme haben und bei älteren Männern eher gesundheitliche Probleme im Vordergrund stehen.

Was kann man gegen Potenzstörungen tun?

Wichtig ist bei diesem Problem, keine falsche Scham zu zeigen und sich statt eines Gespräches mit einem Arzt lieber die kleinen blauen Pillen irgendwo auf ausländischen Seiten im Internet zu bestellen. Das kann lebensgefährlich sein, denn niemand weiß, welche Wirkstoffe in welcher Menge in diesen Pillen enthalten sind. Und stellen Sie sich vor, bei Ihnen weist die Potenzstörung aufgrund mangelnder Durchblutung bereits auf einen drohenden Herzinfarkt oder Schlaganfall hin: dann würde die Einnahme von Viagra und Co vermutlich ein schlimmes Ende nehmen.

Es gilt daher: sprechen Sie zuerst mit einem Arzt und lassen Sie sich untersuchen. Nur ihr Arzt kann tatsächlich feststellen, was Ihnen fehlt und dann auch das richtige Medikament verschreiben. Denn heutzutage gibt es gegen die allermeisten Ursachen einer Potenzstörung gute Medikamente, wie zum Beispiel testosteronsteigernde Mittel.

Sollten Sie bereits genau wissen, warum Sie diese Probleme haben, dann können Sie sich übrigens auch hier über besser über Alternativen zur Schulmedizin informieren.

 

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