11. Dezember 2017

Ginkgo – eine traditionelle Heilpflanze

Ginkgo Tee und Tabletten
Ginkgo als traditionelles Heilmittel - egal ob Tee oder Tabletten | © panthermedia.net / Heike Brauer

Unter Superfood verstehen die meisten Menschen im Allgemeinen exotische Lebensmittel mit ganz besonders vielen guten Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen. Tatsächlich können aber auch einheimisches Gemüse und Obst ein wahres Superfood sein. Darüber hinaus kann man meines Erachtens auch Lebensmittel mit anderen positiven Eigenschaften, wie zum Beispiel den darmregulierenden Flohsamen und Flohsamenschalen eine Superfood-Eigenschaft zusprechen.

Ginkgo ist Superfood

Ginkgo, bzw. der Ginkgobaum, ist wohl eine der ältesten Heilpflanzen überhaupt. Ursprünglich aus China kommend wird der Baum heute aufgrund seiner positiven Eigenschaften auf der ganzen Welt angebaut.  Viele Studien (klick mich für eine Übersicht verschiedener Studien) lassen zumindest sehr stark vermuten, dass Ginkgo nicht nur durchblutungsfördernd wirkt, sondern möglicherweise auch der Schlüssel zu einem Alzheimer-Medikament sein kann.

Als weitere positive Wirkungen werden auf der verlinkten Seite die Hilfe bei Asthma und Potenzstörungen beschrieben. Darüber hinaus kann der Ginkgo bei Durchblutungsstörungen helfen. Ginkgo wird daher auch, zumindest unterstützend, bei  Krankheiten angewandt, die unter anderem durch Durchblutungsstörungen ausgelöst werden können (zum Beispiel Tinnitus, Hörsturz, Konzentrationsschwierigkeiten oder Schwindel).

Wirkstoffe im Ginkgo

Gleich drei interessante Wirkstoffe finden sich im Ginkgo. Das sind die Flavonoide, die Ginkgoloide und die Bilobalide. Insbesondere die Flavonoide (das sind sekundäre Pflanzenstoffe) sind inzwischen gut erforscht und dienen dem Schutz unserer Zellmembranen und Zellen. Die beiden Wirkstoffe Ginkgoloide und Bilobalide gehören zu den sogenannten Terpenen. Bei beiden Wirkstoffen wird vermutet, dass sie die Durchblutung im Körper verbessern und Zellen zum Wachstum anregen, bzw. vor dem Zelltod schützen. Man vermutet, dass diese beiden Stoffe dabei helfen werden, Alzheimer und Demenz, also degenerative Erkrankungen des Gehirns, zu behandeln.

Ginkgo als Heilmittel

Ginkgo gibt es als Kapseln, Tabletten, Pulver, Tee und auch homöopathisches Mittel. Als Heilmittel gegen Krankheiten wird Ginkgo hochdosiert eingenommen. Im Handel gibt es zum Beispiel Mittel, die zwischen 100 und 250 mg Wirkstoff enthalten. Diese sind für eine hochdosierte Einnahme geeignet. Aufgrund möglicher Nebenwirkungen (siehe unten) sollten Sie eine hochdosierte Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt absprechen. Wir empfehlen zusätzlich, mit einer niedrigen Dosierung anzufangen und erst einmal zu schauen, ob Sie das Ginkgo-Präparat vertragen. Logischerweise steigt die Gefahr möglicher Nebenwirkungen, he höher die Dosis ist und je länger man das Präparat hochdosiert anwendet.

Ginkgo vorbeugend einnehmen

Ginkgo lässt sich wunderbar auch vorbeugend einnehmen. Hierzu eignen sich niedrig dosierte Tabletten (z.B. 40 mg Wirkstoff) genauso wie zum Beispiel der Ginkgo Tee oder die homöopathischen Ginkgo Globuli. Wichtig beim Tee ist, diesen aufgrund der Säurebestandteile nur in Maßen zu trinken.

Nebenwirkungen und Wechselwirkung

Ginkgo darf keinesfalls ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zusammen mit Gerinnungshemmern angewandt werden. Die Wirkung kann verstärkt werden, was gefährlich ist. Aus gleichem Grund sollte man zum Beispiel auch das bekannte Aspirin in allen Variationen (Wirkstoff Acetylsalicylsäure) nicht zeitgleich einnehmen. Vor Operationen sollte Ginkgo abgesetzt werden.

Darüber hinaus hat Ginkgo nur geringe Nebenwirkungen, die allerdings bei einigen Betroffenen auftreten können. Dies sind zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen, Unwohlsein, Sodbrennen, Blähungen oder Magen-Darm-Probleme. Selten gibt es auch eine Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, so dass Hautreaktionen, Ausschläge oder Juckreiz auftreten können.

Zusammenfassung

Ginkgo ist eine traditionelle Heilpflanze, die seit Jahrhunderten angewandt wird und insbesondere bei Krankheiten, die eine schlechte Durchblutung als Auslöser haben, sowie bei Alzheimer und Demenz vermutlich helfen kann. Lesen Sie mehr über die Wirkung von Ginkgo. Denn es ist davon auszugehen, dass wir von dieser Pflanze noch viel hören werden.

 

 

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